Polen ist Favorit bei Auslagerungen

18. Juli 2004, 17:57
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Beraterstudie: Vier polnische Städte gleichauf mit Budapest und Prag

Wien - Polen ist vor Ungarn und Tschechien der attraktivste Standort für die Auslagerung von Backoffice-Prozessen wie Finanz-, Rechnungs-und Personalwesen in Zentral- und Südosteuropa. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Beraterfirmen Capgemini und Jenewein & Partner. Sie analysierten dafür elf Länder und 28 Wirtschaftsräume.

Bezogen auf einzelne Wirtschaftsräume liegen die vier polnischen Städte Krakau, Warschau, Posen und Breslau in der Gruppe der attraktivsten Regionen. Auch Budapest und Prag zählen aufgrund der Standortbedingungen zu diesen "Standort-Favoriten".

Rahmenbedingungen

Zu Grunde gelegt wurden allgemeinere politische, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen je Land sowie wirtschaftsraumspezifischere Kriterien (Personalkosten, Infrastruktur), aber auch aktuelle Bedingungen der Sicherheit und Lebensqualität für die ausländischen Manager. Die Ergebnisse der Studie basieren auf qualitativen Experteninterviews und der Auswertung vorhandener Studienergebnisse.

Ein Vergleich mit westeuropäischen Städten sei zwar nicht angestellt worden, da die Personalkosten aber in der Bewertung ein Gewicht von 35 Prozent hätten, würde etwa Wien ganz schlecht abschneiden, sagte Peter Laggner, Geschäftsführer von Capgemini Österreich/Osteuropa.

Überraschend schlecht schneidet auch Bratislava ab, das sich nur in der vierten von fünf Gruppen wiederfindet. Dies liegt laut Lagger daran, "dass in dieser Region die Personalressourcen schon weit gehend ausgeschöpft wurden." Schlusslichter im Ranking sind die exjugoslawischen Staaten Serbien-Montenegro und Bosnien-Herzegowina. (sim, Der Standard, Printausgabe, 09.07.2004)

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