Eine Millarde Euro für Kampf gegen Aids, Malaria und Tbc

12. Juli 2004, 11:40
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EU steckt weiter 400 Millionen Euro in die Forschung

Brüssel - Die Europäische Union gibt in den Jahren 2003 bis 2006 mehr als eine Milliarde Euro für den Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose aus. Die drei Infektionskrankheiten kosten jedes Jahr sechs Millionen Menschen das Leben. Die EU-Kommission zeigt sich besonders besorgt über die jüngste "schnelle Zunahme" der HIV- und Aids-Fälle in der EU und ihrer Nachbarschaft. Sie werde daher im September einen auf Europa bezogenen Aktionsplan vorstellen, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit.

Bisher sei Europa von den schlimmsten Infektionswellen isoliert gewesen, "teilweise wegen des erfolgreichen Vorgehens in den 1980er Jahren". Nun bestehe aber die Gefahr "einer neuen Epidemie" und Teile Europas wiesen die höchsten Zuwachsraten bei HIV-Neuinfektionen überhaupt auf. Besorgnis erregend sei besonders die Zunahme von Infektionen unter Drogensüchtigen. Daher müsse der Kampf gegen die Immunschwächekrankheit auch auf dem europäischen Kontinent intensiviert werden.

Forschung ist Schwerpunkt der EU-Politik

Einer der Schwerpunkte der bisherigen EU-Politik im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria ist die Forschung. Bis zum Jahr 2006 will die Union 400 Millionen Euro für die Entwicklung von neuen Behandlungsmethoden, Medikamenten und Impfstoffen ausgeben. Die EU trägt zudem mit 340 Millionen Euro zum weltweiten Fonds zur Bekämpfung dieser drei Krankheiten (GFATM) bei, der vor allem den Entwicklungsländern zu Gute kommt.

Dazu kommen 200 Millionen Euro an besonders gewidmeten EU-Entwicklungshilfegeldern. Durch eine weitere Zuwendung von 70 Millionen Euro soll diesen Ländern bei der Entwicklung von günstigen Medikamenten gegen Aids, Tuberkulose und Malaria geholfen werden. (Apa)

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