Hätte man Stalin psychiatrisch behandelt, gäbe es Millionen Opfer weniger

14. Juli 2004, 19:35
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Wissenschaftler untersuchten den Einfluss von Demenz auf sieben Staatsoberhäupter

London - Millionen von Todesopfern wären nach Ansicht britischer Forscher verhindert worden, wenn sich der sowjetische Ex- Diktator Josef Stalin einer psychiatrischen Behandlung unterzogen hätte. Stalin (1879-1953) habe unter Demenz gelitten. Dieser Leistungsabbau im Gehirn habe möglicherweise sadistische Persönlichkeitszüge und chronische Paranoia stärker hervortreten lassen. Dies berichteten britische Forscher nach Pressemeldungen vom Donnerstag auf einem Psychiater-Kongress in Harrogate (Nordengland).

Nach Angaben des Wissenschaftlers George El-Nimr vom Harplands Hospital (Newcastle under Lyme) hatte ein britisches Team den möglichen Einfluss von Demenz auf sieben Staatsoberhäupter untersucht. Ergebnis: Unerkannte Demenz kann das Schicksal von Nationen beeinflussen - und das der Welt. Bei dem früheren US- Präsidenten Franklin D. Roosevelt habe die Erkrankung vermutlich seine Verhandlungen mit Stalin am Ende des Zweiten Weltkriegs beeinträchtigt. Auch der überraschende Rücktritt des britischen Labour-Premiers Harold Wilson 1976 habe vermutlich mit Demenz zu tun gehabt. (Apa)

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