Orderzahlen bei Comdirect brechen ein

15. Juli 2004, 10:28
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FTD: Onlinebroker verliert gegenüber dem Vorjahr 16 Prozent an Aufträgen

Der Onlinebroker Comdirect hat im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres einen Einbruch seiner Orderzahlen um 16 Prozent auf 1,65 Millionen hinnehmen müssen. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) in ihrer Ausgabe von heute, Donnerstag, unter Berufung auf ihr vorliegende Orderzahlen berichtet, war das Geschäft im Juni besonders schwach. In diesem Monat fiel die Commerzbank-Tochter laut FTD mit 440.000 Aufträgen sogar hinter den Konkurrenten Cortal Consors zurück, der allerdings über das Quartal hinweg gesehen mit 1,5 Mio. Aufträgen weiter auf Platz zwei rangiert.

Nach Angaben der FTD ist die Handelsaktivität seiner Kunden der größte Ertragsbringer für Comdirect. Nach Rekordorderzahlen im ersten Quartal 2004 hatte Vorstandschef Achim Kassow die Jahresprognose für den Vorsteuergewinn auf 50 Mio. Euro angehoben, die aufgrund des schwachen zweiten Quartals jetzt ins Wanken geraten könnte. Die Veröffentlichung des Quartalsberichts ist für den 21. Juli angekündigt. Erst Mitte Juni dieses Jahres hatte Comdirect den Verkauf seiner britischen Tochter an die Execution Services Group zum Preis von 16,5 Mio. Euro bekannt gegeben. (pte)

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