Kolumbien: Uribe stellt Waffenstillstand in Aussicht

20. Juli 2004, 11:31
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Zustimmung der "Nationalen Befreiungsarmee" als Voraussetzung

Bogota - Der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe hat eine Suspendierung der Militäraktionen gegen die Nationale Befreiungsarmee (ELN) in Aussicht gestellt, sollte die Guerillagruppe einem Waffenstillstand zustimmen. Ein entsprechendes Angebot unterbreitete Uribe am Mittwochabend in einem Brief einem mexikanischen Diplomaten, der als Vermittler für mögliche Friedensgespräche fungiert. Ein Regierungssprecher erklärte, eine Abgabe der Waffen oder eine Demobilisierung der rund 5.000 Kämpfer sei keine Bedingung für Friedensgespräche.

Uribe hat sich zu Friedensgesprächen mit der ELN bereit erklärt, wenn diese ihre Angriffe einstellt. Die bisher letzten Friedensverhandlungen endeten, als der Hardliner Uribe im August 2002 das Präsidentenamt übernahm. Die ELN und die weit größeren Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) kämpfen seit 40 Jahren gegen die Regierung. (APA/AP)

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