Uni Wien: Kaum Interesse an Abstimmung über Widmung der Studiengebühren

23. Juli 2004, 16:19
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Nur sechs Prozent der Studenten beteiligten sich - ÖH hatte im Vorfeld zum Boykott aufgerufen

Wien - Nur knapp sechs Prozent der Studenten der Universität Wien haben an der gesetzlich vorgesehenen Abstimmung über die Zweckwidmung ihrer Studiengebühren teilgenommen. Dies gab die Uni in einer Aussendung am Donnerstag bekannt. Die Hochschülerschaft hatte bereits im Vorfeld zum Boykott aufgerufen.

Zwischen 7. und 28. Juni konnten die Studenten zwischen drei zuvor vom Senat festgelegten Kategorien auswählen. Entschieden haben sich die Wahlberechtigten schließlich für jenen Vorschlag, der 60 Prozent der zweckgewidmeten Studienbeiträge für die Lehre, jeweils 15 Prozent für die Forschung und die Ausstattung sowie jeweils fünf Prozent für Soziales und Internationales vorsieht. Die Auswahl erfolgte per E-Voting. Das Rektorat wird nun eine eigene Verwendungsrechnung für die Studienbeiträge erstellen.

Das neue Universitätsgesetz berechtigt die Studierenden einer Hochschule, im Zuge einer Abstimmung aus einer vom jeweiligen Senat erstellten Vorschlagsliste eine Zweckwidmung ihrer Gebühren festzulegen. Einer dieser Vorschläge muss dabei von den Studentenvertretern im Senat stammen. An der Uni Wien haben die Hochschülerschafts-Vertreter eine "Rücküberweisung als Lehrmittelförderbeitrag" an die Studenten vorgeschlagen, was vom Senat aber nicht akzeptiert wurde. Wegen der Nicht-Zulassung dieser Kategorie rief die Hochschülerschaft zum Boykott auf. (APA)

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