Griechischer Verbands-Präsident schließt Rehhagel-Abgang nicht mehr aus

10. Juli 2004, 19:04
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Griechische Presse spekuliert über 1 Million Euro EM-Prämie für jeden Spieler

Athen - Der Präsident des griechischen Fußballverbandes (EPO), Vasilis Gagatsis, hat am Donnerstag einen möglichen Weggang des deutschen Erfolgstrainers Otto Rehhagel erstmals nicht mehr völlig ausgeschlossen. "Niemand kann es ausschließen. Soweit mir aber bekannt ist, glaube ich nicht, dass er so etwas tun wird", sagte Gagatsis dem Athener Radio-Nachrichtensender Flash.

Der EPO-Präsident kündigte in diesem Fall harte Verhandlungen an. Sollte sich Rehhagel auf persönliche Gründe berufen, um die Zusammenarbeit mit den Griechen zu beenden, "dann wird es viele Gespräche geben. Sein Vertrag ist bis 2006 gültig und in Kraft", fügte Gagatsis hinzu.

Der griechische Fußball-Chef gab auch eine Reihe von Details der Zusammenarbeit mit "König Otto" bekannt, der die Griechen am Sonntag zum Gewinn der Europameisterschaft geführt hatte. Der entscheidende Moment sei das WM-Qualifikationsspiel im Oktober 2001 in England (2:2) gewesen. "Damals habe ich empfunden, dass dieser Mann vieles für Griechenland erreichen kann." Er enthüllte zudem, dass ein deutscher Klub während der Qualifikation für die EM in Portugal versucht habe, Rehhagel abzuwerben.

Nach Angaben des EPO-Präsidenten wird der griechische Verband die Höhe der Prämie für den Titelgewinn in Portugal nicht bekannt geben. "Das haben sich die Spieler gewünscht", sagte Gagatsis. Die griechische Presse geht von einer Summe von rund einer Million Euro für jeden der 23 Spieler aus.(APA/dpa)

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