"Ressel-Preis" für Informatiker Armin Karnitsar

15. Juli 2004, 10:42
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Der Wissenschafter entwickelte eine 3D-Visualisierung für Bilder aus dem Computer Tomographen

Für seine Forschungsarbeit "Curved Planar Reformation for Vessel Visualization", die eine 3D-Visualisierung von Bildern des so genannten Computer Tomographen ermöglicht, wurde der Informatiker Armin Karnitsar vom Institut für Computergraphik und Algorithmen der Technischen Unitersität (TU) Wien mit dem "Ressel-Preis" bedacht. Die Auszeichnung wird seit 2001 für "Forschungsleistungen in direktem Zusammenhang mit interdisziplinärer Drittmittelforschung" vergeben und ist mit 13.000 Euro dotiert.

"Ein Mehr an Information"

Modernste Computer Tomographen nehmen in nur 40 bis 70 Sekunden bis zu 1.500 Schnittbilder von Organen oder Geweben des menschlichen Körpers auf. Um zu erkennen, ob und wo krankhafte Veränderungen etwa in einem Gefäß vorliegen, musste der Radiologe (Röntgenfacharzt, Anm.) jedes Bild sprichwörtlich unter die Lupe nehmen. Mit dem neuen Verfahren sei es möglich, "ein Mehr an Information aus den Bildern zu gewinnen, indem man die analysierten Daten visuell aufbereitet," sagte Kanitsar.

Virtuelles Entfernen

Dabei ist es sogar möglich unerwünschte Verdeckungen mit anderen anatomischen Strukturen, wie beispielsweise den Knochen, virtuell zu entfernen und so eine bestimmte Ader oder auch oder verzweigte Gefäßstrukturen auf Knopfdruck darzustellen. Das Bild kann gedreht und gewendet werden. Die in Zusammenarbeit mit Medizinern kreierte Software ist bereits zu Testzwecken am Wiener AKH, an der Universität in Stanford und an weiteren Uni-Kliniken im Einsatz.(APA)

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