Rodenstock legt Pläne für Börsengang auf Eis

18. Juli 2004, 18:14
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Unternehmens-Chef Galli: "Momentan noch zu klein" - 2004 Umsatzrückgang von 10 bis 15 Prozent erwartet

München - Der Münchener Brillenhersteller Rodenstock hat sich nach Worten von Unternehmenschef Giancarlo Galli zumindest vorerst von seinen Plänen für einen Börsengang verabschiedet. "Für die Börse sind wir momentan noch zu klein", sagte Galli dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).

Wichtiger sei es für Rodenstock zunächst, kapitalmarktfähig zu werden. Dazu müsse das Unternehmen Gewinne erwirtschaften, um sich aus eigener Kraft weiterentwickeln zu können. "Wenn wir das erreicht haben, bieten sich uns auch andere Finanzierungsmöglichkeiten als die Börse."

Neue Eigentümerstruktur

Vor gut einem Jahr war die Beteiligungsgesellschaft Permira mit 49 Prozent bei Rodenstock eingestiegen. Der bisherige Chef des rund 125 Jahre alten Unternehmens, Randolf Rodenstock, war in den Aufsichtsrat gewechselt. Noch Ende Mai hatte ein Firmensprecher gesagt, Rodenstock wolle sich die Option eines Börsengangs offen halten.

Auf Grund der Kürzungen der Krankenkassen bei Sehhilfen rechnet Galli für 2004 nach eigenen Worten mit einem Umsatzrückgang von zehn bis 15 Prozent auf rund 350 Mio. Euro. Im kommenden Jahr sollten die Erlöse aber wieder deutlich steigen, fügte er hinzu. Dies gelte vor allem für das Geschäft mit Brillenfassungen, wo Rodenstock in drei bis fünf Jahren den Umsatz verdoppeln wolle. (APA/Reuters)

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