"Topographie des Terrors" soll authentisch bleiben

9. Juli 2004, 10:56
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Neuer Anlauf für Dokumentationszentrum auf Gelände von Hitlers ehemaliger SS-Zentrale in Berlin

Berlin - Der nach jahrelangen Querelen neu angepackte Bau des Dokumentationszentrums "Topographie des Terrors" auf dem Gelände von Hitlers ehemaliger SS-Zentrale in Berlin wird nach Regierungsangaben "funktionell und zurückhaltend" sein. "Unser gemeinsames Ziel mit der Stiftung ist es, dass realistischer geplant wird und der authentische Ort bewahrt bleibt", sagte die deutsche Kulturstaatsministerin Christina Weiss in einem dpa-Gespräch anlässlich eines Symposiums an diesem Freitag über die künftige Gestaltung der "Topographie des Terrors".

Klärung des Bedarfs

Das Symposium solle Klarheit schaffen, "was der eigentliche Bedarf ist, was wir an diesem authentischen Täter-Ort brauchen, um den Anspruch an ein zeitgeschichtliches Dokumentationszentrums über die NS-Verbrechen angemessen und würdig erfüllen zu können".

Im August soll bei einer weiteren Fachtagung zunächst eine Bilanz des Symposiums gezogen werden, bevor dann im September die politische Entscheidung über die Ausschreibung zum Architektenwettbewerb fällt. Schon im Oktober soll das Ausschreibungsverfahren beginnen. Der Baubeginn ist für 2006 geplant, die Fertigstellung für 2008.

Streit um Bauentwurf

Berlin bemüht sich unterdessen weiter um eine Einigung mit dem Schweizer Architekten Peter Zumthor, dessen komplizierter Entwurf nach jahrelangem Gezerre und Baustillstand nicht mehr verwirklicht werden soll. (APA/dpa)

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