England: Schwere Sommerstürme und heftige Regenfälle

8. Juli 2004, 21:12
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100.000 Haushalte ohne Strom - Fähren stellten Fahrten über den Ärmelkanal ein - einige Bahnlinien durch umgestürzte Bäume blockiert

London - Schwere Sommerstürme und heftige Regenfälle haben in Südengland und Wales schwere Verwüstungen angerichtet. Nach einer Bilanz vom Donnerstag fiel in mehr als 100.000 Haushalten im Süden der britischen Inseln vorübergehend der Strom aus.

Im Fährverkehr zwischen England und Frankreich mussten am Mittwochabend mehrere Verbindungen gestrichen werden. Überschwemmungen und umgestürzte Bäume verursachten chaotische Verhältnisse auf Straßen, Autobahnen und im Eisenbahnverkehr. Opfer gab es aber nach Angaben der Behörden bei den "für die Jahreszeit ungewöhnlichen Wetterbedingungen" nicht.

Kew Gardens wurden geschlossen

Auf dem Trafalgar Square in London musste am Mittwochabend eine bisher einmalige Open-Air-Veranstaltung der Englischen Nationaloper abgesagt werden. Zwei Stunden vor Beginn wurde den Zuschauern mitgeteilt, dass die Aufführung von "La Boheme" ins Wasser fallen muss. Auch der neue Gedächtnisbrunnen für Prinzessin Diana, der erst am Dienstag im Hyde Park eröffnet worden war, wurde Opfer der Stürme und Regenmassen. Er überflutete, weil seine Filter von Blättern verstopft wurden. Der Park von Kew Gardens bei London und die Blumenshow im Palast von Hampton Court wurden geschlossen.

Das Wetteramt warnte vor weiteren Stürmen und Regenfällen, die auch den Osten und Norden Englands treffen sollen. (APA)

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