Tirol: Anzeigen nach Bundesheer Sprengunfall

8. Juli 2004, 19:59
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Technisches Gebrechen ausgeschlossen - beim Verschießen von Panzerabwehrrohren wurde Arm von Heeresbediensteten zerfetzt

Innsbruck - Nach dem schweren Sprengunfall vom Montag am Bundesheer-Truppenübungsplatz Wattener Lizum in Tirol hat die eingerichtete Untersuchungskommission ein technisches Gebrechen als Ursache ausgeschlossen. Vermutlich habe "menschliches Versagen in verschiedenen Bereichen" dazu geführt. Die Verantwortlichen seien angezeigt worden, hieß es am Mittwoch.

Dem 35-jährigen Heeresbediensteten aus Abtenau (Salzburg), dem bei der Explosion der Unterarm zerfetzt worden war, gehe es "den Umständen entsprechend gut". Er werde auch psychologisch betreut.

Das Unglück hatte sich beim Verschießen von Panzerabwehrrohren (PAR 70) ereignet. Laut Gendarmerie hat der Mann den Glühzünder am hinteren Ende eines PAR 70 angesteckt. Dabei sei aus vorerst unbekannter Ursache vom Unterstand aus die Zündung veranlasst worden. Auf Grund dessen feuerte das Rohr ab, wobei der Rückstrahl des Geschosses die rechte Hand des Mannes zerfetzte.

Wie das Militärkommando betonte, werde die Klärung der Schuldfragen in weiterer Folge die Gerichte beschäftigen. (APA)

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