Britisches Atom-U-Boot macht in Gibraltar fest

11. Juli 2004, 21:32
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Spanien protestiert gegen Zwischenstopp der "HMS Toreless" - Sorgte bereits zwischen 2000 und 2001 für Aufregung

Madrid - Trotz Protesten der spanischen Regierung und von Umweltschützern hat ein atomgetriebenes britisches U-Boot am Freitag im Hafen von Gibraltar angelegt. Das U-Boot werde von zwei Schleppern begleitet, erklärte eine Armeesprecherin des britischen Territoriums.

Das 20 Jahre alte U-Boot musste bereits einmal im Jahr 2000 wegen eines Schadens nach Gibraltar geschleppt werden. Die Reparaturen von Rissen am Kühlungssystem des Reaktors zogen sich über ein Jahr, was zu diplomatischen Verstimmungen führte. Auch Umweltschützer, Bürgerinitiativen und ein Teil der 30.000 Einwohner Gibraltars hatten aus Angst vor Strahlungsschäden gegen die Anwesenheit des U-Bootes protestiert.

Gibraltar gilt seit 300 Jahren als Zankapfel zwischen beiden Ländern. Der britische Admiral George Rooke hatte das 6,5 Quadratkilometer große Gebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel 1704 im Spanischen Erbfolgekrieg erobert. Spanien erneuerte seither immer wieder seinen Anspruch auf das "Klein-Britannien" am Mittelmeer. Zuletzt hatte Madrid mit Verärgerung auf einen Besuch von Prinzessin Anne auf dem "Affenfelsen" reagiert. (red/APA/dpa/AP)

  • Die "HMS Tireless" lag zwischen 2000 und 2001 nach einer
Havarie ein Jahr lang zu Reparaturarbeiten im Hafen von Gibraltar
gelegen war, nachdem ein Leck im Reaktor-Kühlsystem festgestellt
worden war. Der lange Aufenthalt hatte schon damals zu einem Zwist
zwischen Spanien und Großbritannien geführt.
    foto: pa/penny taylor/royal navy

    Die "HMS Tireless" lag zwischen 2000 und 2001 nach einer Havarie ein Jahr lang zu Reparaturarbeiten im Hafen von Gibraltar gelegen war, nachdem ein Leck im Reaktor-Kühlsystem festgestellt worden war. Der lange Aufenthalt hatte schon damals zu einem Zwist zwischen Spanien und Großbritannien geführt.

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