Betrugsserie: BA-CA entfernt Einzahlboxen

11. Juli 2004, 19:00
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Überweisungsbetrügereien - Allein in Wien rund 100.000 Euro falsch verbucht - auch andere Bankhäuser betroffen

Wien - Die Zeiten bequemen Erlagschein-Abstempelns außerhalb der Banköffnungszeiten sind bei Österreichs größtem Kreditinstitut, der BA-CA, fürs Erste vorbei: Dieser Tage ließ die Bankverwaltung die rot-grauen Selbstbedienungs-Überweisungsboxen aus sämtlichen rund 400 SB-Foyers der BA-CA entfernen und in die Filialen stellen.

Grund dafür ist nicht nur der zunehmende "Vandalismus", wie es auf den statt der Boxen angebrachten Infozetteln steht, sondern auch eine Serie von Überweisungsbetrügereien, die - laut BA-CA-Pressesprecher Peter Thier - "in der letzten Zeit in ganz Österreich gehäuft stattgefunden haben".

Boxen aufgeknackt

In den meisten Fällen, so Thier, hätten die Täter die Boxen aufgeknackt, eingeworfene Überweisungsscheinhälften zusammengerafft und sich binnen Minuten aus dem Staub gemacht. Die Unterschriften auf den gestohlenen Scheinen hätten sie gefälscht, um sich selbst Gelder überweisen zu lassen; auf Konten, die unter falschem Namen eröffnet worden seien.

100.000 Euro falsch verbucht

Laut Polizei sollen in den vergangenen Wochen allein in Wien rund 100.000 Euro auf diese Art falsch verbucht worden sein; neben der BA-CA sind auch andere Bankhäuser betroffen. Den geschröpften Kunden, so Thier, entsteht jedoch kein Schaden: "Die Bank haftet für die Summen." Sein aktueller Rat: "Ausgefüllte Überweisungsscheine bis auf weiteres in die Nachttresorschlitze werfen. Die Geldtransaktion wird dann ebenso durchgeführt." (bri/DER STANDARD, Printausgabe, 8.7.2004)

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