BA-CA sieht IPO-Flaute

18. Juli 2004, 18:24
2 Postings

Heuer keine Börsegänge in Wien - ATX-Prognose bis Jahresende: 2.040 Punkte - austriamicrosystems und AT&S neu auf BA-CA-Empfehlungsliste

Wien - Börsegänge am Wiener Aktienmarkt - wie von Börse-Chef Stefan Zapotocky wiederholt angekündigt - werden nach Ansicht der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) heuer ausbleiben. "Ich weiß von keinem unmittelbar bevorstehenden Kandidaten" sagte Wien-Chefanalyst Alfred Reisenberger am Mittwoch vor Journalisten.

Dabei hält er sowohl Zeitpunkt als auch Umfeld für sehr günstig. Allerdings seien die Investoren seit der New Economy-Krise sehr skeptisch, zudem gebe ist in Österreich nicht viele Unternehmen, die für die Börse groß genug seien. Reisenberger rechnet daher für dieses Jahr mit "null" Neueinführungen in Wien.

ATX: Keine großen Sprünge

Vom Gesamtmarkt erwartet der BA-CA-Experte im weiteren Jahresverlauf - nach den kräftigen Kursgewinnen in den ersten sechs Monaten - keine großen Sprünge mehr. Einerseits habe die Wiener Börse ein "relativ hohes Bewertungsniveau" erreicht, zudem sei während des Sommers allgemein eine schwächere Marktphase zu erwarten. "Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wir um 100 Punkte nach unten korrigieren", so Reisenberger.

Bis Jahresende 2004 prognostiziert er für den Wiener Markt, der schon zuletzt sein Dasein als "Einzelgänger" aufgegeben habe und sich mehr an die Leitbörsen anlehne, einen leichten Anstieg auf 2.040 Punkte. Am Mittwoch notierte der ATX gegen 13 Uhr bei 1.997,55 Punkten knapp unterhalb der vergangenen Freitag erstmals durchbrochenen 2.000er-Schallmauer.

BA-CA-Empfehlungsliste

Obwohl der Wiener Gesamtmarkt zur Zeit etwas höher als der deutsche Leitindex DAX oder der Eurostoxx-50 bewertet sei, sieht Reisenberger günstige heimische Einzeltitel. Neu auf der BA-CA-Empfehlungsliste sind austriamicrosystems (Kursziel 38 Schweizer Franken) und AT&S (17 Euro).

Weiter zum Kauf empfohlen werden AUA (17,50 Euro), Andritz (46 Euro), Böhler-Uddeholm (85 Euro), Erste Bank (139 Euro, nach dem Aktiensplit 34,75 Euro), Palfinger (32 Euro), TA (13,20 Euro) und voestalpine (44 Euro). Bei VA Technologie und Wolford rät Reisenberger hingegen zum Verkauf, die Aktien seien zu teuer. (APA)

Share if you care.