Mauthausen-Ausstellung in Katalog dokumentiert

14. Juli 2004, 12:13
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Die Geschichte des ehemaligen KZ wird auch in Berichten von Überlebenden wiedergegeben

Wien - Eine Ausstellung mit dem Titel "Das Gedächtnis von Mauthausen" im Besucherzentrum des Mauthausener Außenlagers Gusen befasst sich seit Mai 2004 mit einer umfassenden Darstellung des KZ Mauthausen. Nun liegt ein Katalog zur Dokumentation dieser Dauerausstellung vor, der Mittwochabend von Innenminister Ernst Strasser präsentiert wird.

Im August 1938, fünf Monate nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich, wurde in der Nähe der oberösterreichischen Kleinstadt Mauthausen von der SS das gleichnamige Konzentrationslager errichtet. Rund 200.000 Menschen wurden entweder auf Grund ihrer politischen Tätigkeit, ihrer "kriminellen Vorstrafen", ihrer religiösen Überzeugung, ihrer Homosexualität, aus "rassischen" Gründen oder als Kriegsgefangene nach Mauthausen deportiert. Die Hälfte von ihnen wurde hier ermordet.

Berichte

Die Ausstellung und der 127 Seiten lange Katalog versuchen mit Hilfe von Artikeln zur Architektur, Geschichte, sowie zur Umwandlung des Konzentrationslagers Mauthausen in eine Gedenkstätte unterschiedliche Facetten des Konzentrationslagers zu beleuchten. Außerdem kommen zahlreiche Überlebende zu Wort, die im Zuge des Oral History-Projekts "Mauthausen Survivors Documentation Project" in 838 Interviews - davon 91 Videointerviews - zu ihrer Lebensgeschichte befragt wurden.

Eine weitere Ausstellung zur Ergänzung der topographischen Erschließung des Lagers ist im Oktober 2004 im Besucherzentrum Gusen vorgesehen.(APA)

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