IOC rechnet mit TV-Rekord-Einnahmen von über drei Milliarden Dollar

14. Juli 2004, 14:33
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Für die Winterspiele 2010 und die Sommerspiele 2012

Nach der Vergabe der Europa-Übertragungsrechte an die Europäische Rundfunk-Union (EBU) für 614 Millionen Euro (746 Millionen Dollar) rechnet das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit über drei Milliarden Dollar TV-Gesamteinnahmen für die Winterspiele 2010 und die Sommerspiele 2012. "Damit ist für die Olympische Bewegung eine gesicherte Basis bis in das nächste Jahrzehnt hinein geschaffen", sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach.

Mehr als die Hälfte der Gesamteinnahmen verbleibt beim IOC, das sich die Einnahme mit den 202 Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und den 35 Internationalen Sportverbänden mit olympischen Sportarten teilt. Der Rest geht an die Organisationskomitees der Winterspiele 2010 in Vancouver und des noch auszuwählenden Orts der Sommerspiele 2012.

Steigerung um etwa 40 Prozent

Die Steigerung des EBU-Abschlusses gegenüber den Spielen 2006 in Turin (Winter) und 2008 in Peking beträgt etwa 40 Prozent. "Ein Vergleich ist wegen der Währungsschwankung und der Tatsache, dass die Vergabe der Italien-Rechte noch offen ist, nur schwer möglich", sagte Bach. Das IOC kalkuliert die vereinbarten 614 Millionen Euro mit 85 Prozent und erwartet die restlichen 15 Prozent aus dem Italien-Geschäft. Für die Winterspiele 2006 in Turin und die Sommerspiele 2008 in Peking hatte die EBU 510 Millionen Euro (578 Millionen Dollar) an das IOC gezahlt.

Mit dem EBU-Kontrakt erlöst das IOC relativ mehr als beim Abschluss mit NBC. Der amerikanische TV-Gigant muss für die US-Rechte von den Winterspielen 2010 und den Sommerspielen 2012 zwei Milliarden Dollar zahlen und damit 30 Prozent mehr als bei den Vorgänger-Spielen von 2006 und 2008. Nach den USA und Europa (ohne Italien) stehen nun noch die Vertragsverhandlungen mit den übrigen Kontinenten aus, wobei der asiatische Markt und Kanada für das IOC besonders lukrativ sind. (APA/dpa)

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