Stiertreiben in Pamplona: Bereits über 40 Verletzte

9. Juli 2004, 09:21
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Mehrere Menschen rutschten auf nasser Strecke und wurden von den bis zu 600 Kilogramm schweren Tieren überrannt

Pamplona - Bei dem ersten Stiertreiben der Saison in der nordspanischen Pamplona sind am Mittwoch 45 Menschen zumeist leicht verletzt worden. Acht von ihnen mussten jedoch mit Platzwunden, Verrenkungen oder Gehirnerschütterungen in Krankenhäusern behandelt werden, teilte ein Sprecher des Roten Kreuzes mit. Unter ihnen waren drei Amerikaner, ein Franzose und ein Südafrikaner.

825 Meter lange Hatz

Die Hatz ("encierro") auf der 825 Meter langen Strecke durch die engen Gassen der Altstadt dauerte nur zweieinhalb Minuten, war aber dennoch gefährlich, weil es in der Nacht geregnet hatte und das Kopfsteinpflaster rutschig war. Mehrere Teilnehmer stürzten oder wurden von den bis zu 600 Kilogramm schweren Bullen überrannt.

Jeden Morgen: Sechs Stiere und sechs Leitochsen

Bei dem traditionellen Spektakel werden noch bis 14. Juli jeden Morgen je sechs Stiere und sechs Leitochsen bis in die Arena gejagt, wo sie abends von den Toreros getötet werden. Hunderte Männer, die "mozos", rennen dabei vor den Tieren her. Als einzige "Waffe", um die Bullen von sich fern zu halten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt.

Zu Ehren von Pamplonas Schutzpatron

Im vergangenen Jahr starb ein 62-jähriger Spanier, 427 Teilnehmer wurden verletzt. Seit 1924 kamen 14 Läufer ums Leben. Die "Sanfermines", wie die Feierlichkeiten zu Ehren von Pamplonas Schutzpatron San Fermin genannt werden, waren durch Ernest Hemingways Roman "Fiesta" (1926) weltberühmt geworden. Das Spektakel geht auf einen Jahrhunderte alten Brauch zurück: Seinerzeit wurden Rinder von den Feldern durch die Stadt in die Ställe oder den Schlachthof getrieben.(APA)

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    Bis 14. Juli werden jeden Morgen sechs Kampfstiere von Menschenmassen begleitet durch die engen Gassen der Altstadt getrieben

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