Geflügelpest in Thailand, China und Vietnam erneut ausgebrochen

9. Juli 2004, 09:21
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Selber Stamm der Vogelgrippe, der zu Jahresbeginn asiatische Geflügelwirtschaft lahmgelegt hat

Bangkok - Die Vogelgrippe ist innerhalb weniger Tage in drei Ländern Asiens ausgebrochen. In Chinas Ostprovinz Anhui haben Behörden das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 identifiziert.

Thailand

Thailand hat am Mittwoch den erneuten Ausbruch der auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe bestätigt. Labortests hätten ergeben, dass es sich bei den neuen Fällen in den Provinzen Ayutthaya und Prathumthani um denselben Stamm der Vogelgrippe handle, der zu Jahresbeginn die asiatische Geflügelwirtschaft heimgesucht habe, sagte der stellvertretende Landwirtschaftsminister Newin Chidchob.

Notschlachtungen

Die Regierung hat den Angaben zufolge die Schlachtung des gesamten Geflügelbestands im Umkreis von fünf Kilometern um die betroffenen Betriebe abgeordnet. Das Geflügel müsse innerhalb von 24 Stunden getötet werden, sagte Chidchob. Mehr als 8.000 Hühner seien bereits notgeschlachtet worden.

Vier Monate nach der vermeintlichen Eindämmung der Seuche bestätigte auch die chinesische Regierung bereits am Dienstag einen neuen Fall von Geflügelpest im Südosten Chinas. In den ersten Monaten des Jahres erfasste die Vogelgrippe-Epidemie insgesamt zehn asiatische Länder. In Vietnam und Thailand starben 24 Menschen an der Krankheit. Mehr als 100 Millionen Tiere wurden vorsorglich getötet, davon 37 Millionen allein in Thailand.

Vietnam

In Vietnam waren nach dem Ausbruch der Tierseuche vor einer Woche 2.000 Hühner vorsorglich getötet worden. Zunächst war unklar, ob es sich auch in diesem Land bei dem Erreger um den gefährlichen Typ H5N1 handelt. Durch das Virus waren im ersten Quartal dieses Jahres in Vietnam mindestens 16 und in Thailand mindestens acht Menschen gestorben. (APA)

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