"Städte der Zuflucht"

9. Juli 2004, 21:13
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Weimar bietet politisch verfolgtem kubanischem Autor Campos für drei Monate Zuflucht

Weimar - Der kubanische Schriftsteller Jose Anibal Campos hat für drei Monate Zuflucht in der deutschen Klassikerstadt Weimar gefunden. Der politisch verfolgte Autor werde in Weimar innerhalb des Programms "Städte der Zuflucht" wohnen und arbeiten, teilte die Stadt am Montag mit. Weimar ist Mitglied des gleichnamigen Vereins. Ende 2002 hatte Campos Kuba verlassen. Er darf wegen seiner kritischen Haltung zur kubanischen Regierung nicht in sein Land zurückkehren. Seither lebt er in spanischen Exil in Barcelona.

Campos wurde 1965 in Havanna geboren und studierte Germanistik. Seit 1998 ist er freiberuflich tätig. Er ist auch Übersetzer zahlreicher deutschsprachiger Autoren. Zurzeit arbeitet er an einem Buch über den österreichischen Dirigenten Erich Kleiber, der von 1943 bis 1947 das philharmonische Orchester in Havanna leitete. (APA/dpa)

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