Poesie zurück in den öffentlichen Raum

9. Juli 2004, 21:13
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Literaturhäuser wollen mit Gedicht-Plakaten die Städte erobern und zum "Denken anregen"

Stuttgart/Salzburg/Wien - Mit Gedichten auf großen Plakaten wollen Literaturhäuser aus dem deutschsprachigen Raum, darunter das Literaturhaus Salzburg, die Poesie in die Städte bringen. Die Verse auf rund 3.000 Flächen sollen nach Angaben der Häuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Denken anregen.

Aktion für Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Köln, Stuttgart, Salzburg und Basel

Die Aktion, die am Dienstag begonnen hat, ist bis zum 1. September in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Köln, Stuttgart, Salzburg und Basel geplant. "Die Poesie wird sichtbar an Orten, wo sie nicht erwartet wird und wo sie ihre Überraschungsmomente wirksam entfalten kann", teilten die Veranstalter mit. S- und U-Bahnhöfe seien ebenso ebenso im Visier der Literaten wie Bushaltestellen, Fußgängerzonen, Litfaßsäulen, Zugwaggons und Busse.

Autoren der Verse stammen aus dem Kreis der Adelbert-von- Chamisso-Preisträger

Die Autoren der Verse stammen aus dem Kreis der Adelbert-von- Chamisso-Preisträger. Zu ihnen gehören die teils auch deutsch schreibenden Künstler Yoko Tawada, José Oliver, Adel Karasholi, Galsan Tschinag, Laszló Csiba, Aglaya Veteranyi, Zehra Cirak und Zafer Senocak. "Sie verbinden in ihren Arbeiten und Biografien verschiedene Kulturkreise und sind in besonderer Weise transnational geprägt", betonten Sprecher der Literaturhäuser in Stuttgart. Die fünfte gemeinsame Aktion wird vor allem von der Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) gefördert. (APA/dpa)

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    foto: literaturhaus
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