Weitere Steuernachforderungen drohen

6. Juli 2004, 16:46
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Warnung vor "Schneeball-Effekt" - Finanzministerium stellte Möglichkeit auf Fristverlängerung in Aussicht

Moskau - Der russische Ölkonzern Yukos muss nach den Worten von Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow mit weiteren Steuernachforderungen rechnen.

Zusätzlich zu den rund sieben Mrd. Dollar für die Jahre 2000 und 2001 könnten Forderungen für die folgenden beiden Jahre erhoben werden, sagte Ustinow am Dienstag dem Sender Echo Moskaus: "Das ist ein Schneeball-Effekt. Der Fall hat einen Anfang; es ist aber sehr schwer, das Ende abzusehen." Dem Ölkonzern droht wegen der Steuerforderungen nach eigener Darstellung der Bankrott, nachdem die Behörden im Rahmen der Betrugsermittlungen gegen Yukos auch die Konten eingefroren haben.

Fristverlängerung möglich

Das russische Finanzministerium hatte allerdings zuvor die Möglichkeit einer Fristverlängerung für die Tilgung der Steuerschulden von Yukos in Aussicht gestellt. "Um dies tun zu können, brauchen wir einen Antrag von Yukos", sagte der stellvertretende Finanzminister Sergej Schatalow in Moskau. Am Mittwochabend läuft die Frist ab, bis zu der der Konzern seine Steuernachzahlungen entrichtet haben muss. Die Kurse der Yukos-Aktien verringerten nach den Äußerungen des Generalstaatsanwalts zwar ihre kräftigen Kursgewinne, lagen aber weiter knapp sechs Prozent im Plus. (APA/Reuters)

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