tele.ring wickelt mit Verein für Konsumenteninformation

14. Juli 2004, 10:23
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Grund: Streit um Verfall von Guthaben bei Wertkarten-Handys

In dem seit einem Jahr schwelenden Streit mit den Verbraucherschützern um die Rechtmäßigkeit des Verfalls von Guthaben und Rufnummer bei Wertkarten-Handys erwartet der Mobilfunkbetreiber tele.ring nun ein Urteil des Obersten Gerichtshofes (OGH) im Herbst, sagte tele.ring-Sprecher Walter Sattlberger am Dienstag. Die umstrittene Regelung, wonach bei einem Wertkartenhandy ein Telefonguthaben und die Rufnummer nach einem Jahr und drei Monaten Inaktivität verfallen, sei indes "auf Eis gelegt".

Beschwerden mehrerer Handykunden

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte im Sommer 2003 nach Beschwerden mehrerer Handykunden gegen tele.ring eine Verbandsklage eingebracht, das Oberlandesgericht Wien als Erstgericht wies die Klage dann aber ab, bestätigte Sattlberger einen entsprechenden Bericht des "Kurier" (Dienstagausgabe"). In zweiter Instanz bekam der VKI dann aber Recht. Daraufhin meldete tele.ring beim OGH Revision an. "Wir hoffen nun auf eine Bestätigung des Ersturteils", so Sattlberger. Wenn jemand über ein Jahr lang nicht mehr telefoniere, blockiere er nur Nummern, und das sei "nicht der Sinn der Sache".

Signal

Das Urteil des OGH wäre für die anderen Mobilfunkbetreiber, die ähnliche Regelungen haben, zwar nicht bindend, hätte jedoch Signalwirkung.(APA)

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    foto: filmkader telering
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