Stichwort: Fachhochschulen

16. Juli 2004, 15:06
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20.600 Studenten in 136 Studiengängen - Technik und Wirtschaft am beliebtesten

Wien - 136 Studiengänge, 19 Erhalter, derzeit rund 20.600 Studenten und bisher insgesamt etwa 13.000 Absolventen - das sind die Eckzahlen des Fachhochschulbereichs im zehnten Jahr seines Bestehens (Studienjahr 2003/04). Laut dem vom Bildungsministerium ausgearbeiteten FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplan III sollen die Studentenzahlen bis 2010 auf 33.000 steigen. Zum Vergleich: An den Universitäten studieren derzeit 200.000 Personen.

Ihren Betrieb aufgenommen haben die ersten zehn FH-Studiengänge mit rund 700 Plätzen im Studienjahr 1994/95. Im Unterschied zu den Unis haben FH-Studiengänge einen praxisorientierten Schwerpunkt und beinhalten deshalb ein verpflichtendes Berufspraktikum. Die Anzahl der Studierenden pro Jahr und Studiengang ist beschränkt, aus diesem Grund ist ein Aufnahmeverfahren vorgesehen. Beim Studium besteht Anwesenheitspflicht. Die Studienzeit beträgt für Diplomstudiengänge acht bis zehn Semester, für Bakkalaureat-Studiengänge sechs Semester und für daran anschließende Fachhochschul-Magisterstudiengänge zwei bis vier Semester.

Technik und Wirtschaft am beliebtesten

Beliebteste Studienzweige sind nach wie vor Technik und Wirtschaft. Mit 52 Prozent stellt die Technik den Großteil der Studierenden, dabei stehen Produktionstechnik, Elektronik und Informationstechnologie im Vordergrund. Betriebswirtschaftlich orientierte FH-Studiengänge machen einen Anteil von 34 Prozent aus. Deutlich im Aufwind, aber immer noch weit abgeschlagen folgt dann der Humanbereich (neun Prozent der Studierenden), hier finden sich als Ausbildungsschwerpunkte Sozialarbeit, Gesundheitsmanagement und Medizintechnik sowie eine Ausbildung in militärischer Führung.

Vom Bund erhalten die Fachhochschulen 5.800 Euro pro Studienplatz in wirtschaftlichen Studienrichtungen und 6.900 Euro für technische Studiengänge. Den Rest müssen die Erhalter selbst aufbringen, die Einhebung von Studiengebühren ist bis zur Höhe von 363,36 Euro erlaubt.

Genehmigung des Fachhochschulrats nötig

Für die Errichtung eines Studiengangs ist die Genehmigung durch den derzeit von Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl geleiteten Fachhochschulrat nötig. Die Erhalter haben sich außerdem zur Fachhochschulkonferenz (Vorsitzender: Werner Jungwirth) zusammengeschlossen.

Mit einem Phänomen haben die FH-Absolventen erst in den vergangenen Jahren Bekanntschaft gemacht: Ende Juni waren knapp 400 FH-Akademiker arbeitslos gemeldet - das entspricht einem Anstieg von etwa 40 Prozent gegenüber dem Jahr davor. (APA)

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