Startschuss zu den Stiertreiben von Pamplona

7. Juli 2004, 10:58
4 Postings

Zu den "204 Stunden Fiesta nonstop" werden zwei Millionen Besucher aus aller Welt erwartet

Mit dem Abschuss einer Rakete vom Rathausbalkon hat am Dienstag in Pamplona das mit seinen gefährlichen Stiertreiben weltbekannte Fest zu Ehren des Schutzpatrons San Fermin begonnen. Zehntausende rot-weiß gekleidete Menschen kamen zum Auftakt der bis zum 14. Juli dauernden Feierlichkeiten in der nordspanischen Stadt.

Jubel brach aus, als Punkt 12.00 Uhr der Schlachtruf "Viva San Fermin, gora San Fermin!" (Es lebe der Heilige San Fermín) auf spanisch und baskisch ertönte. Zu den "204 Stunden Fiesta nonstop" werden zwei Millionen Besucher aus aller Welt erwartet. Das ist das Zehnfache der Einwohnerzahl Pamplonas.

Seit 1924 kamen insgesamt 14 Läufer ums Leben

Bei den Stiertreiben ("encierros") werden von diesem Mittwoch an jeden Morgen je sechs Kampfstiere durch die engen Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte waghalsige junge Männer, die "mozos", rennen dabei vor den Tieren her. Als einzige "Waffe", um die 600-Kilo-Kolosse von sich fern zu halten, dient ihnen eine zusammengerollte Zeitung. Die "Sanfermines", wie die Feierlichkeiten genannt werden, waren durch Ernest Hemingways Roman "Fiesta" (1926) weltberühmt geworden.

Erstmals seit acht Jahren war im vergangenen Sommer ein Mensch bei der Stierhatz ums Leben gekommen. Der 62-jährige Fermin Etxeberria aus Pamplona wurde von einem der Bullen überrannt und erlitt einen Schädelbruch. Zudem wurden 427 Teilnehmer verletzt. Seit 1924 kamen insgesamt 14 Läufer ums Leben. Dieses Jahr lässt sich die Stadt das Fest 2,7 Millionen Euro kosten. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.