OECD empfiehlt Polen Reformen

6. Juli 2004, 19:48
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Steuerpolitik soll kurzfristig strikter werden - Privatisierungen sollen Defizit senken

Paris - Das neue EU-Mitglied Polen kann in diesem Jahr zwar mit schnellerem Wachstum rechnen, muss nach Einschätzung der OECD aber bedeutende Reformen umsetzen, um dauerhaft auf einen dynamischen Wachstumspfad zu kommen. Das Wachstum werde sich von 3,7 Prozent 2003 auf gut 4,5 Prozent in diesem und im folgenden Jahr beschleunigen, berichtete die OECD am Dienstag in Paris. Dies könne die Reformen erleichtern.

Angesichts eines Staatsdefizits von 5,7 Prozent in diesem Jahr und wachsender Verschuldung müsse kurzfristig die Fiskalpolitik strikter werden, meint die OECD. Privatisierungen könnten das Defizit mindern und die Produktivität steigern helfen. Mittelfristig sei die Schaffung von Arbeitsplätzen für die 19 Prozent Arbeitslosen wichtig. Langfristig könne die Umstrukturierung der Landwirtschaft, die nur drei Prozent zum Sozialprodukt beitrage, aber 19 Prozent der Beschäftigung stelle, die Wirtschaftskraft um 30 Prozent steigern. (APA/dpa)

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