UTA startet Internet-Telefonie mit Billig-Preisen

14. Juli 2004, 10:23
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Preis pro Nebenstelle ab 4,80 Euro pro Monat - Gespräche innerhalb des IP-Netzes kostenlos - Für Klein- und Mittelunternehmen

Der größte alternative österreichische Telekomanbieter UTA startet mit Internet-Telefonie für kleine und mittlere Unternehmen ab fünf Nebenstellen. Die UTA fungiert dabei als virtuelle Telefonzentrale, angeschlossen werden können alle Endgeräte, die für das Telefonieren über das Internetprotokoll (Voice over IP, VoIP) geeignet sind. Die UTA selbst bietet auch eigene IP-Telefone an. Eine weitere Voraussetzung ist ein Breitbandanschluss. Bis Jahresende sollen 2.000 bis 3.000 Nebenstellen verbunden sein, erklärte UTA-Marketingchefin Alexandra Reich am Dienstag vor Journalisten.

Paket

Eine der herkömmlichen Telefonie vergleichbaren Qualität garantiert die UTA aber nur dann, wenn der Nutzer einen entbündelten Anschluss - sprich die direkte Leitung zum Kunden - der UTA nimmt, betonte sie. Derzeit hat die UTA nach Eigenangaben 14.000 entbündelte Kunden, 111 Wählämter wurden bereits entbündelt, 40 weitere Standorte sollen noch heuer folgen. Derzeit würden 55 bis 60 Prozent aller potenziellen Nutzer abgedeckt. Mittels Entbündelung wird von Mitbewerbern des Ex-Monopolisten Telekom Austria die "letzte Meile" überwunden, sprich die Verbindung zwischen Ortswählamt und dem Telefonanschluss des Endverbrauchers, die sich im Regelfall im Besitz der Telekom befindet.

Kooperation

Der Dienst "UTA Business Phone IP" basiert auf einer Eigenentwicklung der österreichischen Kapsch CarrierCom. Die Administration der Anlage erfolgt ortsunabhängige über eine webbasierte Benutzeroberfläche. Die Telefonanlage selbst steht bei der UTA. Der Preis pro Nebenstelle beginne bei 4,80 Euro pro Monat exklusive Umsatzsteuer, so die UTA. Gespräche innerhalb des IP-Netzes und in der UTA Cent-Zone seien kostenlos. Neben der Kostenersparnis hat VoIP den Vorteil, dass das Telefonsystem besser in die IT-Infrastruktur eines Unternehmens eingebunden werden kann.

Wechsel

Eine Neuverkabelung bei dem Internet-Telefonie-Angebot ist nicht notwendig, da die Telefone an die Internetanbindung der Firma angeschlossen werden. Konventionelle Geräte wie Fax und Schnurlos- sowie herkömmliche Telefone können über Adapter an das IP-Netz angebunden werden. Wechselt ein Mitarbeiter den Arbeitsplatz, nimmt er das Telefon mit, steckt es am neuen Standort ein und telefoniert wieder unter der gewohnten Nebenstelle. "Unser Angebot ist ideal für Teleworker und Außendienstmitarbeiter", so Reich. (APA)

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