"Künstlicher Tiefschlaf"

7. Juli 2004, 00:10
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Bei Schädigungen wird Körpertemperatur abgesenkt und Gehirnstoffwechsel reduziert

Wien - Der "künstliche Tiefschlaf" kommt bei Patienten mit Hirnschädigungen zur Anwendung, um die nicht in Mitleidenschaft gezogenen Gegenden bei der Erholung zu unterstützen, sagte der Vorstand der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Wiener AKH, Prof. Dr. Michael Zimpfer, zur APA. Dazu werde die Körpertemperatur abgesenkt und der Gehirnstoffwechsel reduziert. Daneben gebe es den künstlichen Tiefschlaf bei Unfällen, der der Reduzierung der Schmerzen und der psychischen Entlastung diene.

Kommt es zu Schädigungen des Gehirns, sind die toten Regionen unwiederbringlich verloren, erklärte Zimpfer. "Die Hungerleider", also jene Gegenden, die noch funktionieren, aber unter der Beeinträchtigung leiden, müssen bei ihrer Regeneration unterstützt werden, sagte er. "Der künstliche Tiefschlaf zielt darauf ab, den Energiebedarf des Gehirns zu senken."

Dazu reichen schon wenige Grade Temperaturunterschied. Um wie viel die Körpertemperatur reduziert werden kann, hänge von der Verfassung des Patienten ab, so Zimpfer: "Typisch sind ungefähr 33 oder 34 Grad. Das schafft optimale Erholungsbedingungen." (APA)

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