Nahost-Quartett berät in Jerusalem über Gaza-Rückzugsplan

7. Juli 2004, 11:59
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USA wollen an "Roadmap" festhalten

Jerusalem - Das so genannte Nahost-Quartett (USA, UNO, EU, Russland) hat am Dienstag in Jerusalem über den Plan des israelischen Regierungschefs Ariel Sharon für einen Rückzug aus dem Gaza-Streifen beraten. In der UNO-Vertretung in Ost-Jerusalem kamen am Vormittag der US-Nahost-Gesandte David Satterfield, der russische Beauftragte Alexander Kalugin, der EU-Sondergesandte Marc Otte und UNO-Koordinator Terje Roed-Larsen zusammen.

Nach dem "Trennungsplan" Sharons soll Israel den Gaza-Streifen räumen, aber dafür Teile Westjordanlandes annektieren, was in krassem Widerspruch zur "Roadmap", dem Friedens-Fahrplan des Nahost-Quartetts, steht. Die "Roadmap" hat die Schaffung eines unabhängigen und existenzfähigen palästinensischen Staates im Westjordanland und Gaza-Streifen bis 2005 zum Ziel. Die US-Regierung hat erklärt, dass sie im Abzug der Israelis aus dem Gaza-Streifen einen ersten Schritt bei der Umsetzung der Roadmap sieht. (APA)

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