Deutsche Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Neonazi

7. Juli 2004, 13:48
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Nach dem vereitelten Sprengstoffanschlag auf das neue Jüdische Zentrum in München

Karlsruhe/München - Acht Monate nach dem vereitelten Sprengstoffanschlag von Rechtsextremisten auf das neue Jüdische Zentrum in München hat die deutsche Bundesanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Kopf der Gruppe, den 28-jährigen Münchner Martin Wiese, erhoben. Auch drei weiteren Beschuldigten werde Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mit. Wiese sei dringend verdächtig, Rädelsführer der Terrorvereinigung zu sein. Vier Angeklagte sitzen in Untersuchungshaft. Fünf weitere Mitglieder der "Kameradschaft Süd" waren Anfang Mai angeklagt worden. Die neun Neonazis waren im vergangenen September festgenommen worden. (APA/dpa)
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