Windows XP sicherer als SUSE Linux und Mac OS X?

16. Juli 2004, 13:20
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Test sieht Microsoft- Betriebssystem an der Spitze - Aber nur bei ständiger Aktualisierung mit Updates und Patches

Windows XP ist aus einem Test des Computermagazins "Chip" als Betriebssystem mit der besten Sicherheit hervorgegangen. Allerdings gilt dies nur unter der Voraussetzung, dass der Anwender sein System mit Updates und Patches auf dem neuesten Stand hält.

Kooperation

Für die Untersuchung arbeitete "Chip" mit der Sicherheitsfirma Qualys zusammen, deren Test-Programm die Rechner nach derzeit mehr als 3.500 bekannten Sicherheitslücken durchsuchte. Jedes erkannte Problem wurde mit einer Gefahrenstufe von 1 (niedrig) bis 5 (hoch) bewertet. Die drei Konkurrenten Windows XP professional, SuSE Linux 9.1 professional und MacOS X 10.3.3 wurden zunächst "out-of-the-box" getestet, also im Urzustand ohne die vom Hersteller empfohlenen Aktualisierungen.

Offen

Hier entsprach Windows XP den gängigen Vorurteilen, wie "Chip" mitteilte: Mit 25 gefundenen Lecks, vier davon in der Stufe 5, ist das "nackte" Betriebssystem offen wie ein Scheunentor. In SuSE Linux stieß Qualys auf 15 Lücken der Stufen 1 bis 3; das Apple-System schnitt mit nur sechs Lecks der Stufe 1 in dieser Prüfung am besten ab.

Zweifelhafte Vergleiche

Danach unterzogen "Chip"-Redakteure die drei Testkandidaten einer zweiten Prüfung mit allen verfügbaren Updates und Patches. Nun fand das Qualys-Programm im aktualisierten Windows XP keine einzige Sicherheitslücke mehr. In der gepatchten Linux-Software blieben hingegen fünf Lecks offen, Mac leistete sich noch zwei Fehler. (APA)

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