Dänische Ermittler bitten Frankreich um Erbgutprobe von Fourniret

8. Juli 2004, 14:46
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Polizei erhofft sich Aufschluss über ungeklärte Vergewaltigung

Die dänischen Behörden wollen das genetische Profil des geständigen französischen Serienmörders Michel Fourniret mit den Spuren eines versuchten Kindsmordes in Dänemark von 1999 vergleichen. "Wir haben die Polizei in Frankreich und Belgien gebeten, uns das DNS-Profil dieses Mannes zu schicken, damit wir es mit den Spuren vergleichen können, die wir in diesem konkreten Fall haben", sagte der dänische Polizeiinspektor Bent Jörgensen von der Kriminalpolizei in Nyköbings Falster am Montagabend im Fernsehsender DR1.

Dänische Ermittler hätten nach der Vergewaltigung und versuchten Erdrosselung eines elf Jahre alten Mädchens ein Phantombild erstellt, das stark an Fourniret erinnere. Das Kind war nach der Tat in Lebensgefahr geschwebt.

Nicht bei Interpol registriert

Die Elfjährige war 1999 in einem Wald vergewaltigt worden, der in der Nähe des Marielyst-Strandes in Falster liegt, rund 130 Kilometer südlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Die dänischen Behörden hatten nach der Spurensicherung eine Erbgutprobe des unbekannten Vergewaltigers an die internationale Polizeibehörde Interpol geschickt, wo sie in die Datenbank aufgenommen wurde.

Allerdings hat die dänische Polizei nie Informationen darüber erhalten, dass die Desoxyribonukleinsäure (DNS) des Vergewaltigers mit der eines bei Interpol registrierten Täters übereinstimmen würde. Fourniret ist laut Jörgensen nicht bei Interpol registriert. "Kann sein, dass es nicht die gleiche Person ist, die wir suchen, aber wir dürfen nichts ausschließen", sagte der Ermittler. (APA/AFP)

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