Höhere Strafen für Handynutzer am Steuer gefordert

13. Juli 2004, 10:32
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Kuratorium für Verkehrssicherheit: Handynutzer haben die gleichen Konzentrationsprobleme wie Alkolenker

In Österreich gibt es zu geringe Strafen für Handynutzer am Steuer. Das beklagte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) am Dienstag. Hier zu Lande koste das telefonieren hinter dem Volant 21 Euro, während dasselbe Vergehen beispielsweise in Slowenien doppelt so teuer komme.

Wie Alkolenker

KfV-Geschäftsführer Othmar Thann warnte vor einer gefährlichen Ablenkung durch Telefongespräche. Handynutzer hätten die gleichen Konzentrationsprobleme wie Alkolenker, so die Organisation.

125 Euro Strafe in Ungarn

Im internationalen Vergleich gebe es kaum Länder, die noch geringere Strafmandate ausstellen, kritisierte das KfV. In Slowenien kostet das Telefonieren hinterm Steuer gleich 45 Euro, in der Schweiz 67 Euro und in Ungarn sogar 125 Euro.

Neunfach so hoch

Das tödliche Unfallrisiko sei laut internationalen Studien beim Telefonieren am Steuer neunfach so hoch, berichtete das KfV. Die Reaktionszeit ohne Handy betrage 0,37 Sekunden, mit Telefon steige es auf 0,52 Sekunden. Wer während der Fahrt telefoniert, begehe zudem 40 Prozent mehr Fahrfehler. Auch mit einer Freisprecheinrichtung liege diese Quote immer noch bei 28 Prozent. (APA)

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