Unersättliche Gier nach neuen Reizen

6. Juli 2004, 12:52
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Junge Choreografie bei [8:tension], Teil 1

Schneller Konsum, Durchschnittskörper, Vivaldis Frühlingsmotiv in Endlosschleife, das ist Maria Clara Villa-Lobos' M - une pièce moyenne.

Zwischen Barbie und zwei Kens entspinnen sich Banalitäten und die unersättliche Gier nach neuen Reizen. Eine Atmosphäre des flockigen, aber brüchigen Spaßes tut sich auf. Popkultur reloaded!
Schauspielhaus am 13. 7.,
21.00 und am 16. 7., 22.15

Getanztes Geheimnis

Der Nachwuchschoreograf aus Bukarest, Eduard Gabia, beweist mit seinen Arbeiten die Wirksamkeit minimalistischer Inszenierungen. In Bonus führt er das Publikum an einen geheimnisvollen Ort: Ein akustischer Raum scheint zu tanzen, ein Lichtraum modelliert die Bewegung.
Schauspielhaus am 13. 7.
und am 2. 8.,
22.15
Die blendend weiße Bühne wird durch einen schwarzen Bilderrahmen gebrochen. Die Welt steht Kopf bei Moravia Naranjo und ihrem meisterhaften Stück atraída. Naranjo zieht uns genüsslich in den Bann der Schwerkraft, einer alltäglichen Erfahrung, aus der sie eine (melancholische) Liebeserklärung macht.
Schauspielhaus am 16. 7.,
21.00 und am 21. 7., 22.15

Mit dem Unfall als die eigentliche schöpferische Quelle unseres Daseins beschäftigen sich Palle Dyrvall & Caroline Hainaut in Catastrophe Communication Combinatoria. Machen nicht gerade die Irrtümer das Menschliche in uns aus? Ein junger Mann im Anzug zelebriert einen sympathischen Akt des Scheiterns und gerät aus den Fugen seiner Bewegungsstruktur. (hub)
Schauspielhaus am 16. 7.,
21.00 und 21. 7., 22.15
(DER STANDARD, Printausgabe, 6.7.2004)

  • Masken in heftiger Verstrickung bei 
Maria Clara Villa-Lobos.
    foto: dulourde

    Masken in heftiger Verstrickung bei Maria Clara Villa-Lobos.

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