Schwarzmarkt für Gartenverschönerung

7. Juli 2004, 09:20
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Diebstahl antiker Statuen aus Gärten blüht in Großbritannien - "Epidemische Ausmaße"

London - In Großbritannien floriert der Schwarzmarkt für gestohlene Statuen aus historischen Gärten und Privatvillen. Wie der "Guardian" (Montagausgabe) berichtete, machen sich die Diebe den allgemeinen Trend zur privaten Gartenverschönerung zu Nutze. Der Diebstahl antiker Dekorationsobjekte habe "epidemische Ausmaße" angenommen, sagte Detektiv Jim Hill der Zeitung. Er spürt im Auftrag der Polizei von Thames Valley (bei London) antike gestohlene Kunstgüter auf. Dazu zählen unter anderem Marmorbüsten.

Laut Hill werden die Chancen der Diebe dadurch gesteigert, dass die "normale Polizei" mit anderen Aufgaben voll beschäftigt ist. "Für die Diebe wird es immer schwieriger, in Häuser einzubrechen, deshalb klauen sie Gegenstände aus den Gärten", erklärte Hill.

Nach seinen Angaben gehen die Täter planmäßig vor. Sie würden sich zunächst in Fachmagazinen über Standorte des potenzielles Diebesgutes informieren und es meist bei Nacht abtransportieren. Um ihre Statuen vor Diebstahl zu schützen, setzten die Besitzer den Kunstgütern neuerdings Mikrochips ein, berichtete der "Guardian."(APA/dpa)

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