Israelische Armee tötet in Jenin radikalen Palästinenser

6. Juli 2004, 06:58
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Ohne Genehmigung errichtete Häuser nahe Hebron zerstört - Nahost-Quartett berät am Dienstag über Rückzugsplan

Jenin/Jerusalem - Die israelische Armee hat am Montag bei ihrem Vorstoß nach Jenin im Westjordanland einen radikalen Palästinenser getötet. Bei dem Toten handelt es sich nach palästinensischen Angaben um ein 25-jähriges Mitglied der Al-Aksa-Brigaden, einer bewaffneten Gruppe innerhalb der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Yasser Arafat. Es kam zu einer Schießerei zwischen israelischen Soldaten und radikalen Palästinensern rund um ein von Panzern umstelltes Haus. Die Armee verhängte eine Ausgangssperre.

Im Dorf Ramadin nahe Hebron im Westjordanland zerstörte die Armee drei ohne Genehmigung errichtete Wohnhäuser von Palästinensern. Rund 30 Menschen wurden durch die Aktion obdachlos, wie Palästinenser berichteten.

Ein UNO-Sprecher kündigte unterdessen für Dienstag ein Treffen von Vertretern des Nahost-Quartetts (UNO, EU, USA und Russland) in Jerusalem an. Dabei solle der geplante israelische Rückzug aus dem Gazastreifen diskutiert werden. Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei forderte das Quartett am Montag dazu auf, sich häufiger zu treffen und die Umsetzung des Nahost-Friedensplanes voranzutreiben. Der Rat der jüdischen Siedler in den Palästinensergebieten kündigte eine Unterschriftensammlung gegen den Rückzugsplan an. (APA)

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