Schwarzer Rüffel für Fuhrmann

11. Juli 2004, 19:04
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FCG-Chef Klein: JVP-Chefin hätte sich vor "sinnlosen Killerphrasen" gegen Beamte informieren sollen - JVP gegen "Extrawürste"

Wien - Die heutige Forderung von JVP-Chefin Silvia Fuhrmann, den Beamten bei der Pensionsharmonisierung keine Zugeständnisse zu machen, sorgt bei den Christ-Gewerkschaftern für Empörung. Wörtlich spricht FCG-Chef Karl Klein in einer Aussendung von "Neidkomplex" und "Killerphrasen", die kontraproduktiv seien. Gleichzeitig rief er alle politisch Aktiven auf, "sich vorher zu informieren, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen und Unsinn reden."

Es wäre sinnvoll, wenn Fuhrmann, bevor sie die GÖD und die Beamten sinnlos angreife, sich Informationen über das sogenannte "Alimentationsprinzip" im Öffentlichen Dienst einhole: "Die FCG bietet solche Informationen kostenlos an", so Klein nicht ohne Sarkasmus. Die Zukunft der Jungen werde nicht durch schlechte und unausgewogene Pensionssysteme sondern nur durch sinnvolle Lösungen und ein ausreichendes Bruttoinlandsprodukt gesichert.

Junge ÖVP gegen Konzessionen an GÖD

Die Junge ÖVP spricht sich gegen Extra-Würste für die Beamten bei der Pensionsharmonisierung aus. Gebe es zu große Zugeständnisse an die Gewerkschaft öffentlicher Dienst, wäre dies ein Skandal, meinte JVP-Obfrau Silvia Fuhrmann bei einer Pressekonferenz Montag Vormittag: "Hier ist es wichtig, an die Zukunft der Jungen zu denken." Grundsätzlich spricht sich Fuhrmann für eine Stichtagsregelung aus, die möglichst für alle gelten soll. Würden nur die Über-55-Jährigen davon ausgenommen, hätte sie nichts dagegen, verwies die JVP-Chefin auf den Vertrauensschutz.

Nichts kann Fuhrmann mit den Wünschen der Gewerkschaft anfangen, die Pensionsreform 2003 zurückzunehmen. Dies dürfe in keinem Fall geschehen, verlangte die Abgeordnete. Im Forderungskatalog ist dagegen eine frühere Angleichung des Antrittsalters von Frauen und Männern enthalten. Statt zwischen 2024 und 2033 sollte bereits 2010 das gleiche Antrittsalter gelten.

Gewünscht wird seitens der Jungen ÖVP weiterhin eine flachere Lebensverdienstkurve. Das Senioritätsprinzip müsse zu Gunsten höherer Einstiegsgehälter aufgegeben werden. Um mit ihren Forderungen durchzukommen, versucht die JVP den Generationen-Dialog zu stärken. Am 8. Juli diskutiert Fuhrmann mit ihren Vorgängern (u.a. Fritz König, Josef Höchtl und Otmar Karas) über Zukunftschancen. Eingeladen wird übrigens mit dem Sujet einer zweifach angebissenen Wurstsemmel. (APA)

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    JVP-Chefin Silvia Fuhrmann hat die Christ-Gewerkschafter verärgert.

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