Rechtsextreme Stiftung erwirbt in Niedersachsen Armeegelände

6. Juli 2004, 15:56
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Innenminister befürchtet Schulungszentrum für Neo-Nazis

Hannover - Der Innenminister des deutschen Bundeslandes Niedersachsen, Uwe Schünemann, hat sich besorgt über den Kauf einer ehemaligen Bundeswehrliegenschaft bei Verden an der Aller geäußert. Das Gelände hat eine Stiftung erworben, die von dem Hamburger Rechtsextremisten Jürgen Rieger geleitet wird. Auch wenn der Rechtsanwalt und Direktor der "Wilhelm-Tietjen-Stiftung" bekunde, dort sei kein neues Schulungszentrum geplant, müsse man die Vorgänge auf dem Gelände sehr aufmerksam verfolgen, sagte der CDU-Politiker am Montag in Hannover.

Der in Deutschland als Neonazi-Anwalt bekannte Rieger war 2003 wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Im April hatte der Bundesgerichtshof das Urteil bestätigt. Schünemann sagte, Rieger sei bereits Vorsitzender von Trägervereinen des 1998 verbotenen rechtsextremen Schulungszentrums in Hetendorf bei Celle gewesen. Dort hatten Gruppentreffen, Sonnenwendfeiern und Geländeübungen zu Protesten von Anrainern geführt. (APA)

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