Forschung will Spam-Flut eindämmen

11. Juli 2004, 21:09
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Fast zwei Drittel aller im Umlauf befindlichen E-Mails sind Spam

Fast zwei Drittel aller im Umlauf befindlichen E-Mails sind Spam, also unerwünschte Nachrichten, die mitunter von erfundenen Absendern stammen und unerlaubte Werbung für Produkte machen. Kein Wunder, dass man weltweit nach Möglichkeiten forscht, diese abzuwehren. Auch in Wien: Unter der Leitung von Günter Haring, des Dekans der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik, begann am Wochenende ein Forschungsprojekt zur Abwehr von Spam E-Mails.

Das Forschungsprojekt wird in einer Kooperation von Mobilkom Austria, UPC Telekabel und ISPA (Internet Service Providers Austria) finanziert. Ergebnisse werden im Frühjahr 2005 erwartet. Filter helfen zwar, das Ausmaß an Spam für den Benutzer zu reduzieren, sie können aber die Flut auf Dauer nicht eindämmen. "Wir wollen nicht, dass mobile Internetdienste durch Spam beeinträchtigt werden", meint Boris Nemsic, Generaldirektor von Mobilkom Austria. Peter Rastl, Leiter des Rechenzentrums der Universität Wien und Leiter der Arbeitsgruppe Spam in der ISPA, fordert klare rechtliche Grundlagen. Verkehrsminister Hubert Gorbach solle daher den im Telekommunikationsgesetz 2003 gelockerten Anti-Spam-Paragrafen wieder verschärfen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5. 7. 2004)

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