Einfacher vernetzt am Krankenbett

11. Juli 2004, 21:09
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Eine Alternative zum PC-Betriebssystem

Ein Forschungsprojekt, das für viele Unternehmen interessant sein könnte: In SITE (Sustainable-IT- und EDV-Lösungen) soll nach Möglichkeiten gesucht werden, wie man klassische PC-Betriebsysteme in Betrieben, die aufwändig zu warten sind, durch Terminal-Server-Lösungen ersetzen könnte. Hier verfügt der User eigentlich nur mehr über einen Bildschirm mit Tastatur und Maus, gerechnet wird ausschließlich zentral. Die Wartung ist einfacher, die Kosten für die Anschaffung sind geringer - und die Geräte haben eine wesentlich längere Lebensdauer als ein normaler PC, der nicht selten nach drei Jahren auszutauschen ist.

Am Projekt beteiligt sind vor allem der Systemintegrator Kapsch BusinessCom, das Kompetenzzentrum für Elektro(nik)altgeräte-Recycling und nachhaltige Produktentwicklung (KERP) und Joanneum Research. Das Unternehmen Stenum untersucht, inwieweit die vorgeschlagenen Lösungen wirklich nachhaltig sind, das Institut für Computertechnik der TU Wien checkt, ob die Ergebnisse dem technischen Standard entsprechen. EU-Partner ist das Forschungszentrum TNO in den Niederlanden.

Markus Czanba von Kapsch BusinessCom glaubt, dass eine derartige Lösung vor allem für Krankenhäuser nützlich sein könnte. Arzt und Pflegepersonal könnten so die Patientenakte auf Chip zum Krankenbett mitnehmen und aktualisieren. Eine Ausweitung auf Entertainment- und E-Learning-Programme wäre laut Czanba auch vorstellbar. Die könnte dann der Patient am Terminal beim Bett benutzen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5. 7. 2004)

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