"Weblogs": Konferenz zu Internettagebüchern in Wien

5. Juli 2004, 18:02
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Nach Schätzungen gibt es bis zu fünf Millionen der Internettagebücher

Weblogs sind immer weiter verbreitet: Bis zu fünf Millionen solcher Onlinetagebücher gibt es bereits. Um die Zukunftsperspektiven auszuloten, fand am Montag bereits zum zweiten Mal eine von der Donauuniversität Krems veranstaltete Konferenz in Wien statt.

"Es ist Publizität, die auf einem sehr kleinen und intimen Maßstab funktioniert."

Laut Fachmann Mark Bernstein von der Firma "Eastgate Systems" stellt sich das Wesen eines Weblogs folgendermaßen dar: "Es ist Publizität, die auf einem sehr kleinen und intimen Maßstab funktioniert." Bei den "Bloggern", wie die Verfasser solcher ständig aktualisierter Internetseiten auch genannt werden, handle es sich meistens um Privatpersonen: "Die Kosten beim Start eines eigenen Weblogs ist hauptsächlich die eigene Zeit." Er sieht in dem seit etwa fünf Jahren auftretenden Phänomen "ein Medium des Diskurses".

"Irgendwann stellt sich einfach die Frage: 'Wie schaut ein Computer aus?'"

Früher oder später dürften sich die Weblogs auch auf die mobile Welt ausdehnen, glaubt man den Experten: "Irgendwann stellt sich einfach die Frage: 'Wie schaut ein Computer aus?'", erklärte Bernstein bei einer Pressekonferenz in Wien und zog zur Demonstration sein Handy mit Organizerfunktion hervor.

Noch in diesem Jahr wird eine Art Internet-Oscar von der Internetseite der Deutschen Welle, einem Auslandsradio- und Fernsehsender, vergeben. Unter dem Motto "Best of Blog" werden in elf Kategorien Preise vergeben. Allfällige Kandidaten müssen sich allerdings noch einige Monate gedulden: Erst im Dezember wird über die Auszeichnungen entschieden. (APA)

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