Tirol: Schwerer Sprengunfall auf Truppenübungsplatz

7. Juli 2004, 19:52
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Oberösterreicher wurde Unterarm zerfetzt

Innsbruck - Bei einem schweren Sprengunfall am Truppenübungsplatz Wattener Lizum im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land hat am Montagvormittag ein 35-jähriger Zivilbeamter der Heeresmunitionsanstalt Buchberg seinen Unterarm verloren. Der in Abtenau (Salzburg) wohnende gebürtige Oberösterreicher hatte mit Kollegen versucht, alte Panzerabwehrrohr des Typs "PAR 70" zu sprengen, die auf diese Weise entsorgt hätten werden sollen.

Laut Militärkommando Tirol würden die bis zu 30 Jahre alten Waffen würden "von Zeit zu Zeit" ausgesondert. Die Entsorgung erfolge durch gezielte Zündungen. Jeweils sechs Rohre befinden sich dabei in einem Abschussgestell und werden elektrisch ferngezündet. Dieser Vorgang sei "an sich Routine", bisher seien keinerlei Unfälle aufgetreten. Eine Untersuchungskommission zur Klärung des Unglücks wurde eingesetzt.

Explosionsfähiges Material

In den drei Kilogramm schweren Rohren befinden sich 359 Gramm explosionsfähiges Material. Das drei Kilogramm schwere PAR 70 dient unter anderem zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen und kann bis zu 30 Zentimeter Panzerstahl durchschlagen.

Nach Angaben der ÖAMTC-Informationszentrale sei der Unterarm nicht mehr zu retten gewesen. Der Beamte sei erstversorgt und vom Notarzthubschrauber "Christophorus I" in die Intensivstation geflogen worden.

Der Zustand des Schwerverletzten sei stabil. Lebensgefahr bestehe keine, teilte das Militärkommando mit.(APA)

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