US-General Sanchez: Der Irak ist nicht Vietnam

6. Juli 2004, 13:17
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"Wir sind hier nicht mit nationaler Erhebung konfrontiert" - Mit derartig langen Kampfhandlungen habe man jedoch "niemals" gerechnet

Paris - Die USA haben nach den Worten des bisherigen Kommandanten der US-Truppen im Irak, General Ricardo Sanchez, "niemals" mit einem Andauern der Kämpfe bis heute gerechnet. Eine Entwicklung wie in Vietnam schloss Sanchez jedoch aus. "Wir sind hier nicht mit einer nationalen Erhebung konfrontiert", sagte der General zum Ende seines Einsatzes der Pariser Zeitung "Le Figaro" (Montagausgabe). Es sei ein Krieg der Leutnants und Hauptleute.

Trotz einer "echten terroristischen Komponente" solle man sich "nicht auf die Eliminierung eines Individuums wie des Jordaniers Abu Mussab al Zarqawi (Sarkawi) konzentrieren, sagte Sanchez. "Ich glaube wirklich, dass es einen Unterschied zwischen dem Widerstand der Aufständischen und dem Terrorismus der radikalislamischen Ausländer gibt."

Er hoffe, dass die neue Regierung es schaffe, "die Aufständischen zu überzeugen, die Neutralität zu wählen". Bei der Wiederherstellung der Sicherheit müssten irakische Streitkräfte vorne stehen und nicht amerikanische. Ricardo plädierte für die Einstellung von 90.000 Polizisten, eine "zivile Eingreiftruppe, eine Nationalgarde mit sechs Divisionen und ein Heer mit drei motorisierten Divisionen". (APA)

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