Irakische Regierung wirft Nachbarn Unterstützung von Rebellen vor

5. Juli 2004, 20:42
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Iranischer Präsident Khatami fordert schnellstmöglichen Ruckzug der USA

Bagdad/Dubai - Zwischen der irakischen Übergangsregierung und mehreren Nachbarländern bahnt sich ein Streit wegen der angeblichen Unterstützung von Aufständischen an. Bagdad werde mit Hilfe des Geheimdienstes nachweisen, dass irakische Rebellen Hilfe aus Nachbarstaaten erhielten, sagte Außenminister Hoshiyar Zebari der britische Zeitung "Sunday Telegraph".

Im Zusammenhang mit der angeblichen Unterstützung für Aufständische wollte Zebari keine Namen von Ländern nennen; die Zeitung zitierte "hochrangige irakische Beamte", wonach Syrien und der Iran gemeint seien. "Die Aufständischen erhalten finanzielle und logistische Hilfe sowie Training von staatlichen Stellen aus Nachbarländern", sagte Zebari. Gleichzeitig schlug der Außenminister Nachbarländern vor, mit Soldaten die UN-Missionen im Irak zu schützen. Dies werde jedoch noch untersucht, sagte er am Samstag. Bisher hatte Bagdad Armeen aus Nachbarländern auf irakischem Boden stets abgelehnt. Jordanien, Jemen, und Bahrain boten dem Irak bereits Militärhilfe an.

Der iranische Präsident Mohammed Khatami und sein syrischer Kollege Bashar el Assad forderten den schnellstmöglichen Rückzug der US-geführten Streitkräfte aus dem Irak. Die derzeitige Sicherheitskrise im Irak habe ihre Ursache in der "Aggression" der USA, sagte Khatami bei einem Treffen mit Assad in Teheran. (APA)

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