Buslenker eingenickt: 15 Verletzte

6. Juli 2004, 11:59
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Schwerer Unfall von rumänischer Reisegruppe auf Westautobahn

St. Pölten/Wien - Sekundenschlaf dürfte am Sonntagmorgen zu einem schweren Unfall auf der Westautobahn geführt haben, bei dem insgesamt fünfzehn Menschen, sechs davon schwer, verletzt worden sind. Ein mit Rumänen besetzter Kleinbus war bei Pöchlarn (Bezirk Melk) von der Straße abgekommen, über eine vier Meter hohe Böschung geschlittert und gegen einen Baum geprallt.

"Der Lenker dürfte am Steuer eingeschlafen sein, ein technisches Gebrechen oder Fremdverschulden können wir ausschließen", hieß es am Nachmittag bei der Autobahngendarmerie Melk. Die Gruppe war auf der Rückfahrt von Rom nach Rumänien, zwei Fahrer hatten sich abgewechselt. "Sie waren aber seit Samstag ohne Pause unterwegs", präzisierte ein Gendarm.

Großeinsatz

Der Unfall löste einen Großeinsatz aus, die sechs Schwerverletzten wurden von Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen, die Westautobahn war während der Rettungsmaßnahmen gut vier Stunden lang gesperrt.

Im Bezirk Melk endete der Sonntagvormittag aber auch für drei Radfahrer mit schweren Verletzungen. Die Sportler hatten an den "Wachauer Radtagen" teilgenommen, wo sich innerhalb von zwanzig Minuten zwei Stürze ereigneten. Beim ersten wurde eine Frau von einem nachfolgenden Rad überrollt, der zweite war ein Massensturz mit mindestens fünf Beteiligten.

Staus und Verkehrsbehinderungen sorgten auch im restlichen Österreich für unfreiwillige Wartezeiten auf den Straßen. Auf der A9, der Pyhrnautobahn, sorgte am Verteilerkreis St. Michael im Bezirk Bruck/Mur kurz nach 10.30 Uhr ein brennender Pkw für Behinderungen. Auch am Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland mussten sich zahlreiche Reisende in Geduld üben. Für Busse betrug die Wartezeit bei der Einreise nach Österreich bis zu drei Stunden. (APA, moe, Der Standard, Printausgabe, 05.07.2004)

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