Ruanda gedenkt Ende des Völkermords vor zehn Jahren

6. Juli 2004, 10:31
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Tausende bei Veranstaltung in Stadion - Kagame: "Wir haben uns entschieden, ein neues Ruanda aufzubauen"

Kigali - Zehn Jahre nach dem Völkermord von Ruanda hat Präsident Paul Kagame Frieden und Sicherheit in den Mittelpunkt der künftigen Entwicklung gestellt. "Wir haben uns in den letzten zehn Jahren entschieden, ein neues Ruanda aufzubauen", sagte er am Sonntag bei einer Zeremonie zum Jahrestag des Sturzes der extremistischen Regierung, die den Genozid angeschürt hatte. Das Morden fand ein Ende, nachdem die damalige Rebellenbewegung FPR unter Kagame am 4. Juli 1994 in Kigali einmarschiert war.

Tausende Menschen gedachten am Sonntag bei der Zeremonie im Amahoro-Stadion der Opfer des Völkermords. Rund eine Million Tutsi und gemäßigte Hutu wurden 1994 getötet. "Unsere Vergangenheit war geprägt von einer schlechten Regierung, die Diskriminierung gefördert hat", sagte Kagame. "Das ist vorbei." Zugleich mahnte Kagame, die nach dem Völkermord geflüchteten Extremisten könnten zu einer Bedrohung der Sicherheit werden. Zahlreiche Mitglieder der früheren Streitkräfte und der gefürchteten Interahamwe-Miliz flohen über die Grenze nach Kongo. (APA)

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    Tausende Menschen, unter ihnen Präsident Paul Kagame (links) gedachten am Sonntag bei der Zeremonie im Amahoro-Stadion der Opfer des Völkermords in Ruanda vor zehn Jahren.

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