Rotkreuz-Präsident soll Zivildienst reformieren

5. Juli 2004, 18:42
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Schüssel will eigene Reformkommission, die breit beschickt werden soll

Wien - Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer (68) soll die nach der geplanten Verkürzung des Wehrdienstes ebenfalls nötige Verkürzung des Zivildienstes in die Wege leiten. Der frühere Vorarlberger ÖVP-Landesrat steht als Nachfolger von Heinrich Treichl seit 1999 an der Spitze der Hilfsorganisation, die ihre Arbeit u.a. mit mehr als 45.000 ehrenamtlichen Helfern und zahlreichen Zivildienern erfüllt. Zuletzt hatte er sich dafür ausgesprochen, ein Anreizsystem zur Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit zu entwickeln.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) hat am Sonntag angekündigt, er wolle in der kommenden Woche eine Reformkonferenz der Zivildienstträger und Hilfsorganisationen einladen, um für den Zivildienst eine "analoge Reduktion" der Dauer zur Verkürzung der Wehrpflicht von acht auf sechs Monate zu erreichen. Diese Kommission solle ähnlich wie die Bundesheer-Reformkommission, die der Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk geleitet hat, möglichst breit beschickt werden, so ein Schüssel-Sprecherin dazu auf Anfrage der APA.

Fredy Mayer wurde am 5. März 1936 in Bregenz geboren. Seine politische Laufbahn begann er 1965 in der Stadtvertretung Bludenz, 1970 bis 1975 war er Stadtrat für Kultur. 1974 ist der ÖVP-Politiker in die Vorarlberger Landesregierung eingezogen, wo er bis zum Februar 1993 blieb. In sein Ressort fielen das Sozial- und Gesundheitswesen sowie Sport; bis 1989 auch ein Großteil der Umweltschutzagenden. (APA)

  • Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer soll laut Wolfgang Schüssel die Verkürzung des
Zivildienstes in die Wege leiten.

    Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer soll laut Wolfgang Schüssel die Verkürzung des Zivildienstes in die Wege leiten.

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