Ralf Schumacher winkt Entschädigung

9. Juli 2004, 12:31
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Im Falle einer erfolgreichen Klage gegen die behandelnden Ärzte in Indianapolis

Magny-Cours/Indianapolis - Formel-1-Pilot Ralf Schumacher könnte nach seinem schweren Unfall in Indianapolis eine Entschädigung von maximal 1,25 Millionen Dollar (1,029 Mill. Euro) zugesprochen werden. Der Deutsche würde diese Summe im Falle einer erfolgreichen Klage gegen die Ärzte in Indianapolis kassieren, laut Manager Willi Weber seien wegen der nicht diagnostizierten Brüche zweier Brustwirbel juristische Schritte geplant.

"Ein deutscher Anwalt arbeitet daran. Wir brauchen noch verschiedene Unterlagen, unter anderem ärztliche Gutachten", meinte Weber in Magny-Cours. "Wenn wir Versäumnisse bei Ralfs medizinischer Behandlung im Methodist Hospital entdecken, klagen wir." Der Wahl-Salzburger muss sich jedoch auf einen langen Prozess einstellen. "Ich schätze fünf Jahre", sagte die Rechtsanwältin Laura Crowley aus Indianapolis, die auf Klagen wegen medizinischer Fehlleistungen spezialisiert ist. Dem Schumacher-Lager bleiben zwei Jahre vom Unfalldatum 20. Juni an gerechnet, um Klage einzureichen.

Nach den Gesetzen des Bundesstaates Indiana hängt die Höhe einer möglichen Entschädigung davon ab, ob der Arzt versichert ist. Für versicherte Mediziner gelten 1,25 Millionen Dollar als maximal zu zahlende Summe, für unversicherte gibt es keine Obergrenze. "Diese Ärzte sind versichert", teilte Weber mit. (APA/dpa)

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