Weißrussland fühlt sich von NATO bedroht

4. Juli 2004, 19:14
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Präsident Lukaschenko kündigt heftige Gegenwehr für Fall eines Angriffs an

Minsk - Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko sieht sein Land von der NATO bedroht und hat heftige Gegenwehr für den Fall eines Angriffs angekündigt. Es sei "schlichtweg inakzeptabel", dass NATO-Militär auf dem Gebiet der an Weißrussland grenzenden Neumitglieder Litauen und Lettland stationiert werde, sagte Lukaschenko am Freitagabend in Minsk. "Wenn das alles nicht gegen uns gerichtet ist, gegen wen denn dann? ", fragte er in einer Ansprache zum 60. Jahrestag der Befreiung Weißrusslands von der deutschen Besetzung.

"Die weißrussischen Truppen werden notfalls jedem Aggressor irreparablen Schaden zufügen." Niemand werde ihm vorwerfen können, er habe sein Volk nicht davor gewarnt, "was jenseits der Grenze vor sich geht". Der autoritär regierende Präsident Lukaschenko ist in Europa weitgehend isoliert. Im Frühjahr waren Litauen und Lettland in die NATO aufgenommen worden, das Nachbarland Polen gehört dem Bündnis schon länger an. (APA/AFP)

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    Für den weißrussischen Präsidenten Lukaschenko ist es "schlichtweg inakzeptabel" dass die NATO in den neuen, angrenzenden Mitgliedländern Litauen und Lettland Truppen stationiert. Er droht mit militärischen Konsequenzen.

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