Mölzer nach Einigung "wunschlos zufrieden"

5. Juli 2004, 18:52
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Stadler als Präsident der freiheitlichen Akademie sei tragfähiger Kompromiss

Linz - EU-Abgeordneter Andreas Mölzer sieht die Einigung zwischen Volksanwalt Ewald Stadler und der Parteispitze als tragfähigen Kompromiss. Stadler werde als Präsident der freiheitlichen Akademie "große Gestaltungskompetenzen haben". Seine Wahl zum stellvertretenden Parteiobmann wäre dagegen nur ein "Signal am Parteitag gewesen, nicht viel mehr" so Mölzer. Außerdem seien mit Günther Steinkellner und Heinz-Christian Strache zwei Korporierte zu stellvertretenden Parteichefs nominiert worden.

Mölzer glaubt daher nicht an neue FP-interne Konflikte: Die nun gefundene Lösung werde zumindest für die Dauer der FP-Regierungsbeteiligung gelten. "Solange die FPÖ in der Regierung ist, wird das nicht mehr in Frage gestellt von meiner Seite. Ich würde das für unklug halten", versicherte Mölzer und, so der EU-Abgeordnete: "Im Moment sind wir wunschlos zufrieden."

Mölzer verwies darauf, dass die künftig von Stadler geleitete Parteiakademie einer der drei großen Bereiche der FPÖ neben dem Parlamentsklub und der Bundespartei darstelle und auch über ähnliche Budgetmittel verfüge. Die unter anderem von Stadler und Mölzer ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft "Freiheitliche Zukunft" werde aber weiter bestehen, kündigte Mölzer an: "Vielleicht kann die Akademie gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft etwas veranstalten."

Als Kompromissvariante im Gespräch war laut Mölzer auch die Bestellung Stadlers zum FP-Generalsekretär. Dies habe Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider vorgeschlagen. Warum daraus letztlich nichts wurde, "das müssen sie den Herrn Landeshauptmann und seine Schwester (FP-Obfrau Ursula Haubner, Anm.) fragen." Das Haider in seiner Parteitagsrede dem nationalen Lager in der FPÖ insgesamt eine Absage erteilt habe, weist Mölzer zurück. Dies sei "eine selektive Interpretation" glaubt der EU-Mandatar. (APA)

  • Erfreut zeigte sich EU-Abgeordneter Andreas Mölzer über die Bestellung von Stadler zum Präsidenten der freiheitlichen Akademie.
    foto: derstandard/matthias cremer

    Erfreut zeigte sich EU-Abgeordneter Andreas Mölzer über die Bestellung von Stadler zum Präsidenten der freiheitlichen Akademie.

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